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Gesehen, gehört, gelesen. Und ein paar andere Entdeckungen.

Dekontaminiert: "Gift" im Deutschen Theater, Berlin

Kategorie: Theater
Im Dialogstück „Gift“ der niederländischen Autorin Lot Vekemans trifft ein Paar nach über zehn Jahren Trennung erstmalig wieder aufeinander. Zeit zur Aufbereitung der Trennung – doch wer hier einen verbalen Rosenkrieg mit florettgleich geführten Sätzen und ätzenden Sottisen vom Tempo einer Jasmina Reza erwartet, liegt falsch.

Entdeckt: Stefan Wipplinger, „Hose, Fahrrad, Frau“

Kategorie: Theater
Seine Szenen sind dem urbanen Alltag abgeschaut, seine Dialoge kommen leicht und humorig daher. In „Hose, Fahrrad, Frau“ gelingt es Stefan Wipplinger, seinen lapidaren Geschichten eine philosophische Dimension hinzuzufügen, die sich mit Besitz, Tausch und Teilen beschäftigen.

Zwischen Grand Tour und Suppendose

Kategorie: Kunst
Ein Segelschiff, Metapher für abenteuerliche Entdeckungs- und Eroberungsfahrten, strebt dem fernen Horizont entgegen, während ein - in den 40er Jahren - hochmodernes Passagierflugzeug auf den Betrachter zukommt: das Reisen ist Tradition, so vermittelt der Flugplan der KLM Royal Dutch Airlines. Eine Tradition, die die Nachfahren der früheren Weltendecker und -eroberer, der „Flying Dutch Men“, ebenfalls zum Reisen legitimiert.

Im Vorübergehen: Mann mit Mops

Kategorie: Momente
Ein kleiner, grauer Mann mit einem großen, cremefarbenem Mops.

Brigitte Ziegner: Der Blick im Visier

Kategorie: Kunst
Durch welche Attribute wird eine Frau gefährlich? Besitzt eine bewaffnete Frau in einer traditionell von männlichen Heldenfiguren bestimmten Welt den gleichen Gefährlichkeitsgrad wie ein bewaffneter Mann? Gelten für Frauen die gleichen Insignien der Macht und des Durchsetzungsvermögens wie für das andere Geschlecht? Mit ihren Serien "Women Are Different From Men" und "The Eight Most Wanted Women" bildet Brigitte Zieger zwei Panoramen gefährlicher Frauengestalten ab.

bb5 im Skulpturenpark Berlin_Zentrum. Eine Nachsicht.

Kategorie: Kunst im Öffentlichen Raum
Der Raum zwischen den eher uncharmanten Bürogebäuden und Mietshäusern scheint regelrecht aufzuplatzen, wie Rosshaarfüllung überwuchert Gesträuch das Gelände. Ein innerstädtisches Brachland an der Grenze zwischen den ehemaligen Ost- und West-Sektoren. Der Bereich um die Berliner Kommandantenstraße wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1961, mit Bau der Mauer, Teil des Todesstreifens. Heute liegt er noch immer brach, ist aber zugleich Traumfläche für Immobilienspekulationen. Seit 2006 nutzt KUNSTrePUBLIK e. V. die Brache für ortsbezogene Kunstprojekte: den Skulpturenpark Berlin_Zentrum. In diesem Jahr war er zudem einer der Austragungsorte der 5. berlin biennale.

Der öffentliche Raum – wo, wer und wie?

Kategorie: Kunst und Öffentlichkeit
Raus aus den Institutionen – das war in den 60er Jahren der Anspruch eines großen Teils der Kunstwelt. Mit revolutionärem Anspruch sollte die Kunst dem Bildungsbürgertum und ihren reinlichen Räumen entrissen und den Menschen „auf der Straße“ nahe gebracht werden. Auf vielfältige Weise widersetzte man sich den verkrusteten Ordnungsgefügen, attackierte den tradierten Kunst“geschmack“ und versuchte, die Kunst allen Menschen erreichbar und zugänglich zu machen.

Funktionswandel der Kunst

Kategorie: Kunst und Rezeption
„Die Kunst der Gegenwart ist ein neues Instrument, ein Instrument der Modifizierung des Bewusstseins und zur Entwicklung neuer Formen des Erlebens.“ (1), schrieb die amerikanische Kulturwissenschaftlerin Susan Sontag 1965. In ihremAufsatz „Die Einheit der Kultur und die neue Erlebnisweise“ verweist Sontag zudem auf die radikale Erweiterung der Mittel zur Ausübung von Kunst. Stetes Hinterfragen von Darstellungsmitteln und die Entdeckung und Nutzung neuer Materialien und Methoden aus der Welt der Nicht-Kunst (industrielle Technik ebenso wie soziale und kommerzielle Prozesse und Ansätze) hatten zur Auflösung zahlreicher Grenzen geführt – sowohl jener zwischen den einzelnen künstlerischen Gattungen als auch zwischen Massenkultur, Ernst und Unterhaltung. Gleichzeitig wich der ‚individuelle künstlerische Ausdruck‘ einem un-, bzw. überpersönlichen Charakter: konzeptueller Ansatz, Gruppenproduktion, Idee statt Fingerabdruck. Das Kunstwerk wurde so zum (nutzbaren) Objekt, statt individueller Ausdruck einer Künstlerpersönlichkeit zu sein.

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Der Widerspenstigen Nicht-Zähmung: Großbritannien, die EU und der Brexit
Die Geschichte der Beziehung zwischen Großbritannien und der EU erzählt von ausdauerndem Werben und vielfacher Zurückweisung.
Gundermanns Grube: Kumpels, Kunst und Korruption. Zum Film „Gundermann“ von Andreas Dresen.
Gerhard Rüdiger Gundermann, im Westen als der „singende Baggerfahrer“ belächelt und ansonsten eher unbekannt, galt im Osten als das authentische Sprachrohr nicht nur der Kumpels im Revier.
Andrea Künzig: NATURE_up side down
Die international renommierte Fotografin Andrea Künzig ist bekannt durch ihre Arbeiten zu politischen und humanitären Themen.