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Gesehen, gehört, gelesen. Und ein paar andere Entdeckungen.

Anzeige der Einträge mit Tag 'kunst'

Verlockungen der Bilderwelt. Der Maler Philipp Weber.

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Sanfte Wellen bis zum Horizont. Im seichten Wasser, zwischen nass glänzenden und bemoosten Steinen, zwei Muschelsucherinnen – jung, schön und von einer Brise umweht. Ein Bild, das mit paradiesischer Beschaulichkeit fernab der technikdominierten Zivilisation lockt - wie aus einem luxuriösen Reiseprospekt.

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Zwischen Grand Tour und Suppendose

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Ein Segelschiff, Metapher für abenteuerliche Entdeckungs- und Eroberungsfahrten, strebt dem fernen Horizont entgegen, während ein - in den 40er Jahren - hochmodernes Passagierflugzeug auf den Betrachter zukommt: das Reisen ist Tradition, so vermittelt der Flugplan der KLM Royal Dutch Airlines. Eine Tradition, die die Nachfahren der früheren Weltendecker und -eroberer, der „Flying Dutch Men“, ebenfalls zum Reisen legitimiert.

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Brigitte Ziegner: Der Blick im Visier

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Durch welche Attribute wird eine Frau gefährlich? Besitzt eine bewaffnete Frau in einer traditionell von männlichen Heldenfiguren bestimmten Welt den gleichen Gefährlichkeitsgrad wie ein bewaffneter Mann? Gelten für Frauen die gleichen Insignien der Macht und des Durchsetzungsvermögens wie für das andere Geschlecht? Mit ihren Serien "Women Are Different From Men" und "The Eight Most Wanted Women" bildet Brigitte Zieger zwei Panoramen gefährlicher Frauengestalten ab.

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bb5 im Skulpturenpark Berlin_Zentrum. Eine Nachsicht.

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Der Raum zwischen den eher uncharmanten Bürogebäuden und Mietshäusern scheint regelrecht aufzuplatzen, wie Rosshaarfüllung überwuchert Gesträuch das Gelände. Ein innerstädtisches Brachland an der Grenze zwischen den ehemaligen Ost- und West-Sektoren. Der Bereich um die Berliner Kommandantenstraße wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1961, mit Bau der Mauer, Teil des Todesstreifens. Heute liegt er noch immer brach, ist aber zugleich Traumfläche für Immobilienspekulationen. Seit 2006 nutzt KUNSTrePUBLIK e. V. die Brache für ortsbezogene Kunstprojekte: den Skulpturenpark Berlin_Zentrum. In diesem Jahr war er zudem einer der Austragungsorte der 5. berlin biennale.

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Der öffentliche Raum – wo, wer und wie?

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Raus aus den Institutionen – das war in den 60er Jahren der Anspruch eines großen Teils der Kunstwelt. Mit revolutionärem Anspruch sollte die Kunst dem Bildungsbürgertum und ihren reinlichen Räumen entrissen und den Menschen „auf der Straße“ nahe gebracht werden. Auf vielfältige Weise widersetzte man sich den verkrusteten Ordnungsgefügen, attackierte den tradierten Kunst“geschmack“ und versuchte, die Kunst allen Menschen erreichbar und zugänglich zu machen.

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Funktionswandel der Kunst

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Die Kunst der Gegenwart ist ein neues Instrument, ein Instrument der Modifizierung des Bewusstseins und zur Entwicklung neuer Formen des Erlebens.“ (1), schrieb die amerikanische Kulturwissenschaftlerin Susan Sontag 1965. In ihremAufsatz „Die Einheit der Kultur und die neue Erlebnisweise“ verweist Sontag zudem auf die radikale Erweiterung der Mittel zur Ausübung von Kunst. Stetes Hinterfragen von Darstellungsmitteln und die Entdeckung und Nutzung neuer Materialien und Methoden aus der Welt der Nicht-Kunst (industrielle Technik ebenso wie soziale und kommerzielle Prozesse und Ansätze) hatten zur Auflösung zahlreicher Grenzen geführt – sowohl jener zwischen den einzelnen künstlerischen Gattungen als auch zwischen Massenkultur, Ernst und Unterhaltung. Gleichzeitig wich der ‚individuelle künstlerische Ausdruck‘ einem un-, bzw. überpersönlichen Charakter: konzeptueller Ansatz, Gruppenproduktion, Idee statt Fingerabdruck. Das Kunstwerk wurde so zum (nutzbaren) Objekt, statt individueller Ausdruck einer Künstlerpersönlichkeit zu sein.

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